Wir leben auf Pump – aber mit Vorsatz
Bei Privatpersonen spricht man von der Schuldenfalle, aus der es häufig nur den Ausweg der Privatinsolvenz gibt. Auf Springe übertragen sind das die hauchdünnen Mehrheiten, die häufig nur mit der Stimme des Bürgermeisters zustande kamen und im Stadtrat zu Beschlüssen über einen Rathausneubau, eine IGS Oberstufe und ein Waldfreibad führten. Immer mit dem drängenden Hinweis „es wird alles teurer, wir müssen schnell sein“, ungeachtet der Tatsache, dass dieses Argument untauglich wird, wenn die Maßnahme eine freiwillige Leistung ist und andere Argumente stärker beachtet werden müssten.
Wir als Bürgerinitiative „Zukunft für Springe“ haben die Auffassung vertreten, dass alle diese Maßnahmen keine Pflichtaufgaben sind und wir diese vor dem Hintergrund der Finanzlage der Stadt ablehnen. Wir laufen auch in Verbindung mit anderen zu leistenden Investitionen auf eine Schuldenlast zu, die am Ende wegen Tilgung und Zinsen keinen Gestaltungsrahmen mehr im Haushalt ermöglicht. Auch notwendige Bauunterhaltungen für das Bestehende sind dann in Frage gestellt. Noch ist es möglich, Veränderungen an den Projekten vorzunehmen, die die Last verringern könnten.
Der Bürgermeister hat sich in seiner Stellungnahme vom 12.02.2026 zum Beitrag der NDZ „Wir leben auf Pump“ den Satz zum Umsetzungstempo herausgepickt. Bezogen auf die Aussage des Artikels ist das eigentlich ein Nebenschauplatz, das Problem der zunehmenden Verschuldung wird nur am Rande berührt. Ansonsten aber bereut er nichts!
